Glutamin
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Seit geraumer Zeit ist man dazu übergegangen
Glutamin als semi-essentielle
Aminosäure einzustufen, da der Körper zwar generell zur Synthetisierung in der Lage ist, allerdings in Stresssituationen nicht mehr ausreichend
Glutamin zur Verfügung stellen kann. Als Stresssituation kann auch schweres Training angesehen werden. Glutamin wird mittlerweile als die Mutter aller Aminosäuren bezeichnet.
Heute weiß man, dass intensives Gewichtstraining den körpereigenen anabolen, d. h. muskelaufbauenden Prozess unterstützt. Ironie des Schicksals, dass Gewichtstraining auch einen Abbau von Muskelgewebe verursacht. Optimal wäre es also, dass die durch das Training gesteigerte Proteinsynthese den gesteigerten Proteinabbau übersteigt. Das Ergebnis wäre eine Zunahme an Größe und Kraft. Glutamin ist (wie andere Aminosäuen auch) ein Baustein des Muskelgewebes. Die muskelaufbauende Wirkung von Glutamin beruht darüber hinaus auf einer Steigerung der Zellhydration bzw. des Zellvolumens der einzelnen Muskelzellen im Rahmen von intensivem Muskelaufbautraining.
Glutamin - die optimale Dosierung
Man ging lange Zeit davon aus, dass die Einnahme von Glutamin sinnlos ist. Eine Einnahme von Glutamin vor und eventuell nach intensivem Training kann helfen die Reserven während einer Vielzahl von katabolen Zuständen zu erhalten. Zusätzlich sollte nach dem Training innerhalb von 30 Minuten eine qualitativ hochwertige, leichtverdauliche Protein-
Kohlenhydrat-Ergänzung eingenommen werden, um die Erholung zu unterstützen. Das Protein stellt Aminosäuren und insbesondere Glutamin zur Verfügung. Dadurch wird der Transport der Aminosäuren und insbesondere des Glutamins in die
Muskulatur unterstützt. Sobald die Aminosäuren in den Muskelzellen angelangt sind unterstützen sie dort die Wasseraufnahme um die Hydration der
Muskeln zu erhalten. Dieses Stadium der Superhydration verhindert, dass die Muskeln einen katabolen Zustand erlangen und unterstützt anaboles Wachstum. Da sich die Glutaminreserven nicht entleeren, ist die Erholungsphase verkürzt und die Gefahr, dass man auf Grund des fortschreitenden Glutaminverlustes Opfer des Übertrainings-Syndroms wird, ist geringer.
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